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Borretsch

Die in Deutschland wenig bekannte Heilpflanze Borretsch (Borago officinalis) stammt ursprünglich aus dem Mittelmehrraum und wird bereits seit der Antike erfolgreich gegen Melancholie, Herzschwäche und gegen Gicht eingesetzt. Weiterhin leistet Borretsch (umgangssprachlich auch als Gurkenkraut bezeichnet) sehr gute Dienste gegen schlecht heilende Wunden, Ausschläge, Neurodermitis und es fördert den Stoffwechsel.
Aktuell wird Borretsch als Diätunterstützer für Detoxkuren und als Entschlackungskraut verwendet.

Wichtige und bekannte Wirkungen von Borretsch

  • beruhigend
  • entgiftend
  • entzündungshemmend
  • erweichend
  • schleimlösend und hilft bei trockenem Husten
  • schweißtreibend
  • wirkt unterstützend bei Herzschwäche
  • vertreibt Melancholie
  • entwässernd
  • Fiebersenkend
  • hilfreich bei Gicht und Rheuma
  • Blutdrucksenkend

Anwendungsbereiche von Borretsch

  • Borretsch wird als Gewürz, Tinktur, Öl, Tee und für Umschläge verwendet.
  • Für einen Tee aus getrockneten Borretsch-Blättern und/oder Blüten werden maximal 2 Teelöffel davon mit heißem Wasser übergossen, maximal 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und bis zu 3 Tassen über den Tag verteilt trinken. Alternativ kann 1g auf 100ml Wasser gerechnet werden.
  • Eine verdünnte Tinktur aus Borretsch kann für äußerliche Anwendungen wie Umschläge und Bäder verwendet werden.
  • Borretschblüten-Tee kann weiterhin bei Mund- und Schleimhautreizungen als Spülung angewandt werden.
  • Hilft bei Depression und Nervenschwäche.
  • Lindert Ekzeme, Hautauschläge und kann gegen Neurodermitis eingesetzt werden.
  • Wird gegen Schlafstörungen verwendet.
  • Fördert die Wundheilung und das schnellere Abklingen von Bluergüssen.
  • Gelegentlich wird Borretsch bei Menstruationsbeschwerden genutzt.
  • Hilfreich gegen Katarrh und Grippe.

Inhaltsstoffe von Borretsch:
Ätherische Öle, Schleim, Alantoin, Alkaloid, Pyrrolizidinalkaloide, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, hoher Anteil ungesättigter Fettsäuren

Sammelzeit von Borretsch:
Die Sammelzeit von Borretsch liegt zwischen Juni bis August. Es werden nur die Blätter und Blüten der Pflanze verwendet und sehr oft getrocknet.

Borretsch in der Küche:

  • In der Küche wird Borretsch vor allem als Gewürz für Salate verwendet.
  • Sehr gern werden die Borretsch-Blüten kandiert und als Verzierung für Kuchen genutzt. Dafür werden ca. 100g Blüten mit 300g Zucker kandiert.

Borretsch im Garten:

  • Borretsch führt eine Wechselbeziehung mit Stachelbeeren. Beide Pflanzen stimulieren das gegenseitige Wachstum.

Nebenwirkungen und Hinweise zu Borretsch:

  • Eine Daueranwendung von Borretsch sollte bei maximal 6 Wochen liegen. Anschließend eine Pause von bis 14 Tagen einlegen.
  • Die Aufnahme von Mengen an Borretsch, sowie die Einnahme über einen langen Zeitraum kann zu Problemen mit der Leber führen.

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