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Zwiebelwickel

Zu den alten Hausmittel und Heilmittel mit langer Tradition können auch die Zwiebelwickel gezählt werden. Seit Generationen werden diese bei verschiedenen Leiden eingesetzt um erfolgreiche Linderung zu erzielen und die Genesung zu beschleunigen. Für den Einsatz der Zwiebelwickel werden nur frische Zwiebeln und ein Wickelmaterial aus Baumwolle oder Papier (z.B. Küchenrolle) benötigt.
Wer jedoch gegen Zwiebeln allergisch reagiert, der sollte auf den Einsatz lieber verzichten.

Den Zwiebelwickel werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • Entzündungshemmend
  • Schleimlösend (erleichtert den Schleimabfluss)
  • Schmerzlindernd
  • reinigende Wirkung

Anwendungen von Zwiebelwickel

Zwiebelwickel können sowohl kalt als auch als warme Variante eingesetzt werden.

  • Zwiebelwickel können als warmer Ohrwickel gegen Ohrenschmerzen oder bei einer Mittelohrentzündung, vor allem bei Kindern, eingesetzt werden.
  • Bei Halsschmerzen oder Rachenentzündungen kann ein heißer Halswickel bestehend aus gebratenen Zwiebeln Linderung verschaffen. Durch die ätherischen Öle kann das Einatmen des Zwiebelgeruches zusätzlich schleimlösend wirken.
  • Eine kalte Kompresse, aus Zwiebeln, auf der Haut aufgetragen, wird oft entzündungshemmend eingesetzt.

Anwendungsbereiche von Zwiebelwickel

  • Ohrenentzündung, Ohrenschmerzen
  • Erkältung
  • Husten, Bronchitis
  • Halsentzündung
  • Mumps
  • Zahn-, Fuß- und Kopfschmerzen
  • Entzündete Gelenke
  • Hautentzündungen
  • Insektenstiche

Wenn Babys und Kleinkinder Zähne bekommen, dann kann je eine auf die Fußsohle gelegte Zwiebelscheibe Linderung bringen.
Bei Insektenstichen wird eine Zwiebel aufgeschnitten und damit den Ort des Insektenstiches gründlich einreiben. Danach kann ein Zwiebelwickel aufgelegt werden.

Eine Einwirkzeit der Zwiebelwickel sollte 1 Stunde nicht überschreiten. Bei guter Hautverträglichkeit, bzw. bei angenehmen Wohlbefinden kann die Grenze auch bei 2 Stunden angesetzt werden. Anschließend eine längere Pause einhalten und die Wirkung abwarten.

Herstellung kalter und warmer Zwiebelwickel
Die warmen Zwiebelwickel können nach folgender Anleitung hergestellt werden. Zuerst eine Zwiebel klein schneiden, dann zerdrücken und anschließend kurz in einer Pfanne (ohne weitere Zutaten) anbraten. Wenn die Zwiebelstücke heiß genug sind, dann werden diese, inkl. dem entstehendem Zwiebelsaft, auf ein Leinentuch oder Taschentuch aufgelegt und zu einem Wickel zusammengeschlagen. Der Zwiebelwickel kann nun, solange er warm ist, aufgetragen (Bei einer Auflage auf die Ohren unbedingt vorher die Temperatur prüfen, denn sie sollte nicht zu heiß sein.) und mit einem weiteren Tuch oder Schaal fixiert werden.

Bei der kalten Zwiebelwickel-Kompresse werden die Zwiebeln zuerst geschnitten und anschließend in einem Tuch zerquetscht. Diese Kompresse, inkl. dem Zwiebelsaft, dann auf die entsprechende Stelle auflegen.

Wenn der Zwiebelwickel bei Husten zum Einsatz kommen soll, dann muss dieser die Brust und die Rippen abdecken, damit die ätherischen Öle der Zwiebel ihre Wirkung zeigen können. Fixieren Sie den Wickel mit einem Handtuch.

Wichtiges im Umgang mit Zwiebelwickel:

  • kalte Zwiebelwickel wirken entzündungshemmend
  • warme Zwiebelwickel kommen eher bei Husten und Bronchitis zum Einsatz
  • Bei einer allergischen Reaktion auf Zwiebeln sollten Sie eher auf den Gebrauch der Zwiebelwickel verzichten.
  • Sollten die Wickel Schmerzen bereiten, dann sind diese sofort abzunehmen und die betreffende Stelle mit klarem Wasser abzuwaschen.


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