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Heilkraut Johanniskraut

Heilkraut Johanniskraut

Johanniskraut, oder auch in alter Sprache Hartheu, Hexenkraut, Liebfrauengras oder Teufelsflucht genannt, ist ein altes Heilmittel das seit vielen Generationen Einzug in die Naturapotheke des Menschen gehalten hat. Früher wurde Johanniskraut gegen böse Geister und Hexen eingesetzt. Sogar gegen Blitze sollte es schützen.
Gesammelt kann Johanniskraut von Ende Juni bis August.

Einige der wichtigsten und bekanntesten Eigenschaften von Johanniskraut sind:

  • wohltuend und beruhigende Wirkung
  • Wundheilmittel
  • Johanniskraut ist ein ausgezeichnetes Nervenmittel
  • gibt gesunden Schlaf

Das Johanniskraut kann bei folgenden Anwendungsgebieten eingesetzt werden:

  • als Balsam bei Verbrennungen, Sonnenbrand und Hautentzündungen
  • bei Verrenkungen, Verstauchungen, Kreuzschmerzen und Ischias
  • bei Nervenentzündungen und Nervenschmerzen
  • gegen Erkrankungen mit nervösen und seelischen Störungen
  • gegen Angstzustände, Depression, Nervosität und Schlafstörungen
  • auch einsetzbar gegen Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Reizblase und Dickdarmkatarrh
  • regt die Drüsen der Verdauungsorgane an
  • Vielfältig verwendbar bei Regelbeschwerden, Wechseljahren, Wetterfühligkeit, Neurose und Kopfschmerzen.
  • Johanniskraut kann auch als ergänzende Behandlung bei Leberleiden eingesetzt werden.
  • Johanniskraut kann weiterhin gegen Blähungen und auch gegen Gelbsucht eingesetzt werden.
  • Reinigt Magen und Nieren von Schleim
  • ist ein Fieber- und schmerzlinderndes Mittel
  • Ferner soll Johanniskraut in Kombination mit Milch kleine Kinder vor dem Bettnässen bewahren, dies wurde jedoch noch nie direkt erforscht.


Anwendungsbeispiele von Johanniskraut

Johanniskraut kann sowohl für innere als auch für äußere Anwendungen genutzt werden. Für innere Anwendungen empfiehlt sich zum einen die Zubereitung eines Johanniskrauttees. Dazu benötigt man 1 Esslöffel Johanniskraut auf eine Tasse Wasser. Das ganze überbrühen und 5min ziehen lassen. Anschließend warm trinken.
Bei Nervenleiden empfiehlt es sich davon eine Tasse morgens und eine Tasse abends (vor dem Zubettgehen) zu trinken.

Zum anderen kann aus dem Johanniskraut auch ein Johanniskrautöl hergestellt werden. Dazu benötigt man eine Handvoll frische Johanniskrautblüten die leicht zwischen den Fingern zerquetscht und anschließend mit Weizenkeimöl (ca. 0,75l) angesetzt werden. Die Mixtur stellt man nun 3 Wochen in die Wärme und lässt es ziehen. Dieses Johanniskrautöl kann später als Tinktur tropfenweise eingenommen (10 bis 15 Tropfen mit etwas Wasser verdünnt) oder als Einreibemittel/Balsam äußerlich verwendet werden.

Eine Johanniskrauttinktur kann auch 10g Johanniskraut und 50g Alkohol (70%) hergestellt werden. Dieses wird zusammengemischt und für 10 Tage stehen gelassen. Anschließend abseihen und fertig ist die Johanniskrauttinktur.


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Jul 8th, 2008 | Verfasst von desala | Abgelegt unter: Heilkräuter

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